Flugplatzordnung

 

Flugplatzordnung

1 Allgemeines

Jeder Benutzer ist verpflichtet,

1.1 diejenigen Bestimmungen der Luftverkehrsordnung (LuftVO), die den Modellflug betreffen,

1.2 die Bestimmungen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post über den Betrieb von Funkanlagen,

1.3 die Bestimmungen dieser Flugplatzordnung sowie

1.4 die Bestimmungen der Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen (Aufstiegsgenehmigung) einzuhalten.

1.5 die Bestimmungen der Betriebsabsprache mit der Deutschen Flugsicherung einzuhalten...

2 Benutzungsrecht

2.1

Berechtigt zur Benutzen des Modellfluggeländes sind alle jugendlichen Mitglieder im Beisein eines ordentlichen Mitglieds, ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder des Vereins, sofern sie die Aufstiegserlaubnis, die Betriebsabsprache mit der deutschen Flugsicherung,die Flugplatzordnung und Satzung gelesen und anerkannt haben (die Dokumente liegen in der Hütte aus). Unerfahrene Mitglieder (geringer als ein Jahr Vereinsmitgliedschaft) dürfen das Modellfluggelände nicht alleine nutzen, sie dürfen nur im Beisein eines erfahrenen ordentlichen Mitglieds den Flugbetrieb aufnehmen. Der Vorstand behält sich im Einzelfall eine Genehmigung vor.
Des Weiteren ist es zwingend erforderlich, dass der notwendige Versicherungsschutz jährlich dem 1. oder 2. Vorsitzenden nachgewiesen wurde.
(Bei Versicherung über den Verein ist dies nicht erforderlich).

2.2

Modellfliegern mit objektivem Interesse am Vereinsbeitritt (Anwärter auf Mitgliedschaft) kann die vorübergehende Nutzung des Vereinsgeländes als Gastflieger erteilt werden, sofern ein Haftpflichtversicherungsschutz nachgewiesen und schriftlich bestätigt wird. Zum Nachweis reicht die Gastfliegerbestätigung aus. Der Vorstand behält sich im Einzelfall die Genehmigung vor. Ein Anwärter auf Mitgliedschaft muss über einen vom Vorstand festzulegenden Zeitraum als Gastflieger am Flugbetrieb teilnehmen, bevor er zur Abstimmung über die Aufnahme zum ordentlichen Mitglied vom Vorstand  vorgeschlagen werden kann.

2.3

Der Gastflieger darf das Vereinsgelände nicht ohne Beisein eines ordentlichen Mitglieds nutzen. Er muss sich vor Aufnahme des Flugbetriebes anmelden, und in das Flugbuch eintragen  Weiterhin gelten die Bestimmungen der Aufstiegserlaubnis, Flugplatzordnung und Satzung.

2.4

Der Gastflieger hat pro Flugtag eine Gastfliegergebühr von 5,00 € zu entrichten. Mitglieder aus Vereinen des Vereinsrings und eingeladene Gäste sind von der Entrichtung der Gastfliegergebühr befreit.

2.5

Vereinsmitglieder haben Vorrang vor Gastfliegern. Der Flugleiter kann bei starkem Flugbetrieb dem Gastflieger die Flugerlaubnis entziehen.

2.6

Die mehrfache Nutzung des Geländes durch von Mitgliedern im Sinne 2.1 eingeladenen Gästen ohne Interesse an einer Mitgliedschaft ist zwingend mit dem Vorstand vor Aufnahme des Flugbetriebes zu klären!


3 Flugbetrieb

3. 1. Aufsicht

    1. Bei gleichzeitigem Flugbetrieb von mehr als 4 Modellen (ab dem 5. Modell) ist ein Flugleiter einzusetzen.

Als Flugleiter dürfen nur verantwortungsbewusste, volljährige und modellflugerfahrene Personen eingesetzt werden. Der jeweils verantwortliche Flugleiter hat den Flugbetrieb zu überwachen und ggf. ordnend einzugreifen. Falls erforderlich, können weitere Flugleiter eingesetzt werden. Sie können sich die Aufgaben nach Absprache teilen oder übertragen.

Der / die Flugleiter müssen sich ins Flugbuch unter Angabe des Zeitraums als Flugleiter eintragen.

Bevor einer der eingetragenen Flugleiter den Platz verlässt, hat er den Dienst ordnungsgemäß zu übergeben oder falls nicht erforderlich, zu beenden („Austragen“).

Der / die Flugleiter sind befugt gegen einzelne Piloten Flugverbote zu erlassen oder den gesamten Flugbetrieb zu untersagen.

Besondere Vorkommnisse sind im Flugbuch zu dokumentieren.

Im Übrigen gelten die Auflagen der Aufstiegserlaubnis.


                     

Betrieb von Funkanlagen

 3.2

  1. Die in der Aufstiegsgenehmigung genannten Auflagen für den Betrieb von Funkanlagen sind einzuhalten.

  2. Darüber hinaus hat jeder Benutzer zur Kennzeichnung der belegten Kanäle (35 Mhz & 40 Mhz) ein Frequenzschild vor der Inbetriebnahme der Anlage an der entsprechenden Stelle der Frequenztafel anzubringen und bei längeren Außerbetriebnahmen wieder zu entfernen.

    3.    Die festgesetzten Flugzeiten für Modelle mit Kolbenmotor und Turbinenantrieb sind einzuhalten.

 

  1. Flugbetrieb

    1. Mitglieder, welche am Flugbetrieb teilnehmen, müssen mit Angabe des Zeitraumes und der Antriebsart sich in das ausliegende Flugbuch eintragen.

    2. Sämtliche eingesetzte Flugmodelle, die von einem Kolbenmotor angetrieben werden, müssen mit funktionstüchtigem Schalldämpfer, der dem jeweiligen neuesten Stand der Technik entsprechen muss, ausgerüstet sein. Die in der Zulassung vom 19.02.2014 angegebenen Werte zur Lärmemission sind einzuhalten. Es ist für jedes Modell mit Kolbenmotor oder Turbine ein Lärmpass anzulegen.

    3. Nach dem Start hat sich der Pilot an den vorgesehnen Pilotenstandort zu begeben (siehe Grafik). Die Segler-Piloten dürfen vom regulären Pilotenstandort während des Fluges abweichen. Wenn mehrere Piloten gleichzeitig fliegen, müssen sich diese absprechen, um eventuelle Gefährdungen auszuschließen. Starts und Landungen sowie technische Störungen während des Fluges sind grundsätzlich laut anzusagen.

    4. Der Flugsektor ist der Platzzulassung zu entnehmen. Einschränkend gilt während des Fluges als Hauptflugrichtung innerhalb dieses Sektors Nord/Süd (siehe Grafik).

    5. Schwebeflüge mit Modellhubschraubern haben im gekennzeichneten Bereich (siehe Grafik) stattzufinden. Die Piloten dürfen dabei vom regulären Pilotenstandort abweichen und bei ihrem Modell stehen. Voraussetzung ist die Absprache mit den am Flugbetrieb teilnehmenden Piloten. Für Hubschrauber außerhalb des Schwebebetriebes gilt 3.4.3.

 

3.5 Sicherheitsbestimmungen

3.5.1

Die Sicherheitsbestimmungen sind gemäß Aufstiegsgenehmigung einzuhalten.

3.5.2

Fahrzeuge dürfen nur an den dafür vorgesehenen Plätzen abgestellt werden.

3.5.3

Zuschauer dürfen sich nur hinter dem Sicherheitszaun aufhalten.


4 Platzgestaltung und Unterhaltung

4.1
    
         Zur Gestaltung und Unterhaltung des Platzes ist jedes Mitglied verpflichtet, an den dazu notwendigen Arbeiten
         in angemessenem Umfang teilzunehmen.

4.2

Alle Benutzer sind verpflichtet, Verunreinigungen des Modellfluggeländes zu vermeiden. Eventuell aufgetretene Verunreinigungen sind vor dem Verlassen des Modellfluggeländes zu beseitigen.

 

5 Maßnahmen zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit

5.1

Das Anfliegen von Personen und Tieren sowie das Überfliegen von Personen ist untersagt.

5.2

Bemannten Luftfahrzeugen ist rechtzeitig auszuweichen.

5.3

Flugverbote oder das Einstellen des Flugbetriebes meldet der Flugleiter unverzüglich dem Vorstand. Der Vorstand kann, nach Anhörung des Betroffenen und der Zeugen, dem verursachenden Pilot die Benutzung des Modellfluggeländes verbieten. Außerdem können Verstöße gegen diese Flugplatzordnung nach § 5 der Satzung des Vereins zum Ausschluß des verursachenden Mitglieds führen.

5.4

Bei Abstürzen oder Außenlandungen mit Sachschäden am Eigentum Dritter und/oder einer potenziellen Personengefährdung ist der geschäftsführende Vorstand (1. oder 2. Vorsitzender) unmittelbar durch den Verursacher zu informieren. Darüber hinaus sind derartige Vorfälle im Flugbuch unter „Vorkommnisse" zu dokumentieren. Eine Bergung des Modells geschieht in Verantwortung der beteiligten Personen sowie auf deren Gefahr unter Haftungsausschluss des Vereins.

5.5

Bei Modellflugveranstaltungen gelten gem. der Aufstiegsgenehmigung Punkt C.) 1-4 gesonderte Bestimmungen. Diese Flugplatzordnung tritt am 07. März 2014 in Kraft.

Hauptflugrichtung Nord/Süd

Schwebebereich für Hubschrauber

Pilotenstandort

(Rot markiert)

Motorprüfstand